Thomas Betzwieser - Opernkonzeptionen zwischen Berlin und Bayreuth - 07/2016

Thomas Betzwieser

Opernkonzeptionen zwischen Berlin und Bayreuth
Das musikalische Theater der Markgräfin Wilhelmine

Referate des Symposiums anässlich der Aufführung von L'Huomo
im Markgräflichen Opernhaus in Bayreuth am 2. Oktober 2009

Herausgeber: Thomas Betzwieser

Königshausen & Neumann, 07/2016
Einband: Kartoniert / Broschiert
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3826056647
ISBN-13: 9783826056642
Umfang: 226 Seiten
Maße: 235 x 155 mm

Thurnauer Schriften zum Musiktheater der Universität Bayreuth, Band 31

Zum Inhalt:

Seite ..... 7   ..... Thomas Betzwieser: Vorwort

Seite ..... 11  ..... Oswald Georg Bauer: Das Theater der Markgräfin Wilhelmine: Menschen-Bilder und Bühnen-Bilder

Seite ..... 41  ..... Wolfgang Hirschmann: Von der Zustänigkeit der Dilettantin: Wilhelmines Argenore (1740) und die Musikgeschichte des 18. Jahrhunderts

Seite ..... 55  ..... Saskia Maria Woyke: Virtuosen und Virtuosinnen in Bayreuth - Anmerkungen zu den von der Markgräfin Wilhelmine engagierten italienischen Sängerinnen und Sängern

Seite ..... 71  ..... Steffen Voss: Voltaire - Wilhelmine - Tagliazucchi: Zur Genese des Libretto von Carl Heinrich Grauns Dramma per musica Semiramide (Berlin 1754)

Seite ..... 89  ..... Rashid-S. Pegah: Entworfener und gedruckter Text. Notizen zu Silla (Sylla) von König Friedrich IIund zu Amalthée von Markgräfin Wilhelmine

Seite ..... 129 ..... Ruth Müller-Lindenberg: Moral, Vernunft, Eigenliebe - Das L’Homme-Libretto der Wilhelmine von Bayreuth

Seite ..... 155 ..... Christine Siegert: Zum Pasticcio-Problem

Seite ..... 167 ..... Sabine Henze-Döhring: Die musikalische Komposition der Oper L’Huomo

Seite ..... 195 ..... Thomas Betzwieser: Cahusac und die Folgen: Überlegungen zu Aufführungscharakter von L’Huomo in Bayreuth 1754 

Zum Inhalt:

In den Jahren 2008 und 2009 fanden zahlreiche Aktivitäten im Rahmen des Doppeljubiläums der Markgräfin Wilhelmine von Bayreuth (1709-1758) statt. Künstlerischer Höhepunkt war zweifellos die Aufführung der Oper L'Huomo (Der Mensch) im Oktober 2009 im Markgräflichen Opernhaus. Anlässlich dieser Produktion fand in Bayreuth ein wissenschaftliches Symposium statt, das diese außergewöhnliche Oper von 1754 in den Mittelpunkt rückte. Befragt wurden dabei nicht nur die dramatische Konzeption der Markgräfin und deren ideengeschichtlichen Implikationen, sondern auch die (wiederaufgefundene) Musik von Andrea Bernasconi. Theaterwissenschaftlich und librettistisch konturierte Beiträge runden das Bild von dieser singulären theatralen Anstrenung seitens der Markgräfin.

Transfer und Transferprozesse des europäischen Musiktheaters sind zentrale Kategorien für die Betrachtung, schwebt doch über der Konzeption von Wilhelmines musikdramatischen Werken gleichsam die italienische Opernkultur des preußischen Hofes in Berlin. Die Prozesse fallen zudem in eine bedeutsame opernästhetische Umbruchzeit Anfang der 1750er Jahre, in der dem Reformstau der italienischen Oper mit verschiedensten Strategien entgegengearbeitet wurde. Der Berliner Perspektive, mithin die Annäherung an das französische Musiktheater am preußischen Hof, bildet somit den Referenzrahmen für die Wilhelminischen Experimente und deren wissenschaftliche Bedeutung im vorliegenden Symposiumsbericht.

Zum Herausgeber:

Thomas Betzwieser, geb. 1958, Studium der Musikwissenschaft und Germanistik in Heidelberg, 1989 Promotion, 1990-1994 Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Freien Universität Berlin, 1995 DAAD-Stipendiat (Maison des Sciences de l'Homme, Paris), 1996-98 Stipendium der Deutschen Forschungsgemeinschaft, seit 1999 Lecturer in Music an der University of Southampton. Publikationen zur Operngeschichte des 18. und 19. Jahrhunderts sowie zur "Mannheimer Schule".

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