Jochen Hörisch - Weibes Wonne und Wert - 07/2015

Jochen Hörisch

Weibes Wonne und Wert
Richard Wagners Theorie-Theater

Klaus Arp, Mitarbeit

Buch, Die Andere Bibliothek, 07/2015
Einband: Gebunden
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3847703668
ISBN-13: 978-3847703662
Umfang: 350 Seiten
Gewicht: 746 g
Maße: 213 x 121 mm
Stärke: 37 mm

Inhaltsverzeichnis:

Seite .....  7 ..... Vorwort

Seite ..... 12 ..... Einleitung Wagners musisches Theorie-Theater

Seite ..... 42 ..... Leitmotiv Nr. 1 Das »Schächergewerbe« oder Richard Wagner und Karl Marx
Seite ..... 67 ..... Kommentar

Seite ..... 73 ..... Leitmotiv Nr. 2 Himmlische Familienbande oder Die toten Väter
Seite ..... 115 ..... Kommentar

Seite ..... 119 ..... Leitmotiv Nr. 3 Schuld und Schulden
Seite ..... 149 ..... Kommentar

Seite ..... 153 ..... Leitmotiv Nr. 4 Zugrundegehen oder Die Lust am Verlust - Wagners Todesbilder
Seite ..... 186 ..... Kommentar

Seite ..... 190 ..... Leitmotiv Nr. 5 Geheimnisse und Rätsel oder Lösen, Auslösen, Erlösen
Seite ..... 229 ..... Kommentar

Seite ..... 232 ..... Leitmotiv Nr. 6 »Er sah mir in die Augen« oder Das große (Ver-)Schweigen
Seite ..... 261 ..... Kommentar

Seite ..... 265 ..... Leitmotiv Nr. 7 Wähnen und Träumen
Seite ..... 296 ..... Kommentar

Seite ..... 302 ..... Leitmotiv Nr. 8 Der revolutionäre Rausch und die fatale Selbstunterbietung oder Wagners und Nietzsches Politologie
Seite ..... 334 ..... Kommentar

Seite ..... 338 ..... Leitmotiv Nr. 9 Wagners tantristische Ästhetik oder das Begehren und die Furcht
Seite ..... 364 ..... Kommentar

Seite ..... 394 ..... Leitmotiv Nr.10 »Pferde sind die Überlebenden der Helden« oder Wagners Metamorphosen-Tiere
Seite ..... 392 ..... Kommentar

Seite ..... 396 ..... Leitmotiv Nr.11 Tischgemeinschaften oder Wagners Gäste
Seite ..... 417 ..... Kommentar

Seite ..... 422 ..... Leitmotiv Nr.12 »Die Gefühlswerdung des Verstandes« oder die kluge Unvernunft der Oper

Seite ..... 436 ..... Notenbeispiele
Seite ..... 494 ..... Literaturverzeichnis

Zum Inhalt:

Richard Wagner war ein ungemein belesener und mit allen theoretischen Wassern seiner Zeit gewaschener Kopf, ein leidenschaftlicher Debattierer, ein Intellektueller, ein nimmermüder Theoretiker, ein unersättlicher Leser. Seine zündende Idee könnte kaum absonderlicher sein: er macht ausgerechnet die Oper, also die verrückteste und exzentrischste aller Künste, zum Schauplatz von weit ausholenden und leitmotivisch vernetzten Theorien über Liebe und Tod, Werte und letzte Gründe, Geheimnisse und Rätsel, Unsagbares und Offenbares, Zeit und Ewigkeit. Wagner war bewusst, dass das Theater und die Theorie einander eng verwandt sind und gerade deshalb auch in einem Spannungsverhältnis zueinander stehen. Jochen Hörisch zeigt in seinem Buch, dass Wagners häufig belächelte Texte klüger und besser sind, als sie klingen. 

"Nichts ist so reich, / als Ersatz zu muten dem Mann / für Weibes Wonne und Wert!" 

Diese Worte in Wagners Musikdrama "Rheingold" stellen nicht weniger als eine weitreichende, wenn nicht allumfassende These auf, die stark genug ist, eine ganze Theorie in sich zu bergen, deren Entfaltung lohnt. Eine Entfaltung, der mit Genuss und Gewinn zu folgen ist, da Jochen Hörisch ganz selbstverständlich der Bogenschlag zu verschiedensten Wissenschaften gelingt.

Zum Autor und Mitarbeiter:

Jochen Hörisch, geboren 1951, ist Professor für Neuere Germanistik und Medienanalyse an der Universität Mannheim. Zu seinen Themen gehört das »Verstehen« jeder Art von Medien – wozu die klassischen Buchtexte wie die Medien gehören, das Theater genauso wie musikalische Themen. Aus seinem umfangreichen Werk erschienen in der Anderen Bibliothek als Band 195 »Der Sinn und die Sinne. Eine Geschichte der Medien« und als Band 239 »Theorie-Apotheke. Eine Handreichung zu den humanwissenschaftlichen Theorien der letzten fünfzig Jahre, einschließlich ihrer Risiken und Nebenwirkungen«.
Klaus Arp, geboren 1950, ist Professor an der Musikhochschule Heidelberg-Mannheim, Dirigent und Komponist.

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