Johannes Burkhardt - Der Rhein ist die Elbe - Richard Wagners wahre Welten - 02/2013

Johannes Burkhardt

Der Rhein ist die Elbe

Richard Wagners wahre Welten

Buch, Mitteldeutscher Verlag 02/2013
Einband: Fester Einband
ISBN-10: 3898129969
ISBN-13: 978-3898129961
Umfang: 240 Seiten
Gewicht: 383 g
Maße: 217 x 140 mm
Stärke: 23 mm



Inhaltsverzeichnis:

Seite .....  7 ..... Vorspiel: Eine vergessene Inszenierung

Seite ..... 10 ..... Kapitel 1: Eine Elbrecherche
Kein Schiff zu sehen? Aber zu hören! - Elbschwestern und
Wassermädchen - Der Alb und die Elbe

Seite ..... 25 ..... Kapitel 2: Riesen aus dem Riesengebirge -
aber wer ist eigentlich Fasolt?
Riesenpersonal aus Böhmen und aus der Dresdner Bibliothek
- Fafner und Fasolt - Graupa und die Gnitaheide - F.A.S. - eine Entdeckung

Seite ..... 41 ..... Kapitel 3: Das sächsische Nibelheim und
die Dresdner Erhebung
Industrie- und Montanregion Sachsen - Mit Schwedenservice
ins Erzgebirge - „Glück auf!" auch im Ring, doch woher die
Unglücklichen? - Blickwechsel ins Zentrum des Vormärz - Die
sächsischen Musikerkollegen - Die Dresdner Mitautoren des
„Rings" - Wagners Volkstribunat und die soziale Lesart der
Nibelungen - Dresdens Erhebung und Wotans Staatsdiskussion

Seite ..... 74 ..... Kapitel 4: Die Brücke, die nach Walhall führt -
und auf die Bastei
Warum Fricka und Minna Wagner mit Nichtwissen recht haben
- Wo Walhall nicht liegt - Elbsandsteinwandern zwischen
Felsenromantik und Hohen Brücken - Das Walhall der Sächsischen Schweiz

Seite ..... 93 ..... Kapitel 5: Warum spielt der Ring am Rhein?
Der Nibelungen Not, den Rhein zu finden - Ein sächsischer
Rheinausflug ins Blaue? - Die Rheinromantik als literarisch-musikalische
Herausforderung - Der politisch angesagte Rhein -
Der sagenhafte Rheinschatz und die Dresdner Pointe

Seite ..... 118 ..... Kapitel 6: Von der Sächsischen in die alpenländische
Schweiz 
Das Schweizer Vorzugsexil - Ein Ost-West-Kulturtransfer? -
Die alpine Steigerung der Sächsischen Schweiz - Der ausgesperrte Asylant

Seite ..... 151 ..... Kapitel 7: Erwartung und Erinnerung -
die wahre Welt des „Rings"
„Höre, Dolch!": die neue Erwartungs- und Erinnerungsdramatik
- Erinnerungsgepäck aus dem sächsischen Vorleben -
Vergangenheit und Zukunft im musikdramatischen Programm
- Das Werk über die Zeit - Ein Fest der Erinnerung

Seite ..... 188 ..... Nachspiel in Dresden - die begehbare Erinnerung

Seite ..... 194 ..... Anmerkungen
Seite ..... 214 ..... Zeitregister
Seite ..... 220 ..... Bibliographie der zitierten und konsultierten Werke
Seite ..... 231 ..... Abbildungsnachweis
Seite ..... 232 ..... Zum Autor

Zum Inhalt:

Richard Wagner (1813–1883) hat den Rhein nicht gekannt, als er „Rheingold“ schuf. Doch welcher Fluss, welche Landschaft diente ihm dann als Vorbild? In einem fast detektivischen Verfahren zeigt Johannes Burkhardt anhand vieler bisher unbekannter Indizien, dass die tatsächliche Grundlage die heimatliche sächsisch-böhmische Elblandschaft war. Wagner, der bekannt assoziative Kopf, hat zudem auch aktuell politische Motive an den Rhein transferiert. Ein Grund dafür war die Exilsituation Wagners, der nach seiner Beteiligung an revolutionären Unruhen in Dresden 1849 per Steckbrief gesucht wurde und deshalb auf Asyl außerhalb Deutschlands angewiesen war. Burkhardts zentrale These ist, dass die Erinnerung des Komponisten an die ihm nun verschlossene Welt und das Gefühl der „verlorenen Zeit“ sich in der Ring-Struktur und dem neu gefundenen ästhetischen Gestaltungsprinzip niederschlugen. Mit seiner Darstellung erlaubt es der Autor, die unterschätzte Bedeutung von Wagners Dresdner Zeit für sein späteres Hauptwerk ganz neu zu verstehen.

Zum Autor:
Prof. Dr. Johannes Burkhardt, geb. 1943; Studium der Geschichte, Germanistik und Philosophie in Hamburg und Tübingen; 1971 Promotion, 1984 Habilitation für Neuere und Neueste Geschichte, Forschung und Lehre in Stuttgart, Bielefeld, Bochum, Rom und Eichstätt, 1991–2008 ordentlicher Professor und Inhaber des Lehrstuhls für Geschichte der Frühen Neuzeit an der Universität Augsburg, derzeit Projektleiter am Institut für Europäische Kulturgeschichte Augsburg.

Pressestimmen:
»In einem fast detektivischen Verfahren zeigt Johannes Burkhardt anhand vieler bisher unbekannter Indizien, dass die tatsächliche Grundlage die heimatliche sächsisch-böhmische Elblandschaft war.« MDR Figaro, 26.04.2015
»Kenntnisreiche Verortung von Wagners Leben und Werk in der deutschen Geschichte.« Michael Ernst, NMZ, 26. Dezember 2013
»Burkhardt schlägt eine Brücke zwischen wissenschaftlicher Analyse und Unterhaltung und nimmt den Leser mit auf eine Reise in Wagners innere und äußere Welten.« Dresdner Neueste Nachrichten, 5./6. Oktober 2013
»Eine detektivische Fleißarbeit mit vielen Überraschungen.« Eric Gustavsson, kultur-info.eu, 13. Mai 2013

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