Ludwig Hertel - Zum Wagnerkult im Nationalsozialismus - 04/2015

Ludwig Hertel

Zum Wagnerkult im Nationalsozialismus

Ein Beitrag zur Rezeptionsgeschichte

Pro Business, 04/2015
Einband: Kartoniert / Broschiert
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3863868978
ISBN-13: 9783863868970
Umfang: 472 Seiten
Gewicht: 603 g
Maße: 211 x 146 mm
Stärke: 30 mm

Inhaltsverzeichnis:

Seite ..... 7 ..... Einleitung
Seite ..... 11 ..... 1 Der Mensch und Künstler Richard Wagner (1813-1883)
Seite ..... 14 ..... 1.1 Sein Musikwerk
Seite ..... 16 ..... 1.2 Dichter, Schriftsteller und Revolutionär
Seite ..... 23 ..... 1.3 „Das Judentum in der Musik" und der Antisemitismus
Seite ..... 44 ..... 1.4 Die Festspiele als deutsches Nationalunternehmen

Seite ..... 47 ..... 2 Die Zeit nach Wagner (1883 - 1917)
Seite ..... 50 ..... 2.1 Die politischen Umbrüche und die Reichsgründung
Seite ..... 55 ..... 2.2 Der „Bayreuther Kreis" und „Bayreuther Blätter"

Seite ..... 69 ..... 3 Hitler in der Weimarer Republik (1918 —1932)
Seite ..... 72 ..... 3.1 Völkisches Denken
Seite ..... 79 ..... 3.2 Jugendjahre in Linz und Wien
Seite ..... 88 ..... 3.3 Aufstieg und Machtergreifung

Seite ..... 95 ..... 4 Hitlers Identifikation mit dem Werk Wagners
Seite ..... 99 ..... 4.1 Gegenüberstellung Wagner - Hitler
Seite ..... 105 ..... 4.2 Rienzi, der Letzte der Tribunen
Seite ..... 111 ..... 4.3 Lohengrin
Seite ..... 118 ..... 4.4 „Wach' auf!": Die Sonderstellung der „Meistersinger"
Seite ..... 128 ..... 4.5 Siegfried, der deutsche Held
Seite ..... 141 ..... 4.6 Götterdämmerung: Treue bis zum Untergang
Seite ..... 152 ..... 4.7 Parsifal: Christus wird Arier

Seite ..... 169 ..... 5 Die Rolle der Musik Wagners im Nationalsozialismus ...
Seite ..... 178 ..... 5.1 Der „Tag von Potsdam" und die Reichsparteitage
Seite ..... 186 ..... 5.2 Die politische Funktionalisierung Wagners
Seite ..... 200 ..... 5.3 Hitler in Bayreuth
Seite ..... 209 ..... 5.4 Die Bayreuther Festspiele: Kraft durch Freude
Seite ..... 220 ..... 5.5 Eine Germanische Religion
Seite ..... 226 ..... 5.6 Thomas Mann: Leiden und Größe Richard Wagners
Seite ..... 234 ..... 5.7 Die Reichsmusikkammer und die Berufsverbote
Seite ..... 242 ..... 5.8 Bayreuther antijüdische Besetzungspolitik
Seite ..... 246 ..... 5.9 Exkurs: Die Musikelite im Nazireich
Seite ..... 248 ..... Heinz Tietjen
Seite ..... 254 ..... Wilhelm Furtwängler
Seite ..... 258 ..... Richard Strauss
Seite ..... 265 ..... Arturo Toscanini
Seite ..... 269 ..... Fritz Busch
Seite ..... 271 ..... Herbert von Karajan
Seite ..... 274 ..... Karl Böhm
Seite ..... 275 ..... Hans Knappertsbusch
Seite ..... 277 ..... 5.10 Die „Götterdämmerung"

Seite ..... 284 ..... 6 Nach dem Zusammenbruch 1945
Seite ..... 289 ..... 6.1 Neubayreuth: Hier gilt's der Kunst
Seite ..... 300 ..... 6.2 Die intellektuelle Aufarbeitung
Seite ..... 309 ..... Theodor W. Adorno
Seite ..... 315 ..... Ernst Bloch
Seite ..... 318 ..... Hans Mayer
Seite ..... 324 ..... 6.3 Neue Werkinterpretationen
Seite ..... 326 ..... Wieland Wagner
Seite ..... 335 ..... Götz Friedrich
Seite ..... 341 ..... Patrice Chereau
Seite ..... 345 ..... Weitere Inszenierungen

Seite ..... 353 ..... 7 Wagner heute
Seite ..... 356 ..... 7.1 Exkurs: Die Oper in der Krise
Seite ..... 366 ..... 7.2 Immer wieder Hitler auf der Bühne
Seite ..... 379 ..... 7.3 Wagner in Israel

Seite ..... 389 ..... 8 Resümee
Seite ..... 395 ..... Literaturverzeichnis
Seite ..... 417 ..... Personenbeschreibungen
Seite ..... 436 ..... Glossar
Seite ..... 448 ..... Abkürzungsverzeichnis
Seite ..... 449 ..... Film- und Tondokumente im Internet
Seite ..... 453 ..... Die Opern Richard Wagners
Seite ..... 454 ..... Die theoretischen Schriften Richard Wagners
Seite ..... 455 ..... Auszüge aus den Tagebüchern von Hermann Goebbels
Seite ..... 460 ..... Unterzeichner des Protestes der Wagner-Stadt München
Seite ..... 463 ..... Aussagen und Wertungen 

Zum Inhalt:

Adolf Hitler und die Nazis vereinnahmten den Komponisten Richard Wagner vollständig für ihre völkischen und nationalistischen Zwecke. Seine Musik war nahezu bei allen offiziellen Anlässen präsent, die Festspielstadt Bayreuth lieferte hierfür unter anderem eine willkommene Kulisse. Der Autor geht der Frage nach, wie es zu dieser Entwicklung kam und wie wir heute damit umgehen. Dabei spannt er einen Bogen von Wagners Schaffen und Denken, über das Entstehen der antisemitischen und völkischen Gedankenwelt, hin zur Person Hitlers und der Entstehung und Umsetzung des Wagnerkults im Dritten Reich. Um sich aus dieser unheilvollen Zeit zu befreien, musste das Werk Wagners neu interpretiert werden. "Neubayreuth" war der schmerzhafte und notwendige Versuch, die braune Vergangenheit abzuschütteln und auf eine neue Zukunft hin auszurichten, ein Prozess, der bis heute anhält und immer noch kontrovers diskutiert wird. Viele Interpreten und Autoren kommen dabei zu Wort.

Zu Ludwig Hertel:

Ludwig Hertel wurde 1953 in Bamberg geboren und wuchs in Kronach auf. Nach dem Abitur und einer Banklehre studierte er in Augsburg Wirtschafts- und Sozialwissenschaften. Danach war er acht Jahre in München tätig, bevor er nach Kronach zurückkehrte und bei der Sparkasse eine leitende Funktion bekleidete. Seit 2013 ist Ludwig Hertel im Vorruhestand und studiert seitdem Geschichte und Kunstgeschichte an der Universität Bamberg. Er ist verheiratet und hat zwei Söhne. Ehrenamtlich engagiert sich Hertel im katholischen Pfarrgemeinderat und beim Förderverein der Sing- und Musikschule im Landkreis Kronach, dessen Vorsitzender er seit der Gründung im Jahr 2003 ist.

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