Marion Recknagel - Truggeweihtes Glück - 02/2010


Marion Recknagel

Truggeweihtes Glück

Die Liebe in Opern des 19. und frühen 20. Jahrhunderts



Bärenreiter Verlag, Kassel 02/2010
ISBN-10: 3761818769
ISBN-13: 978-3761818763
Gebunden, 245 Seiten
Format:     23,5 x 16,5 cm
Gewicht:     534 g



Inhaltsverzeichnis:

Vorbemerkung.....Seite.....7
Die Musik und die Liebe.....Seite.....11

Verführer (Eros):
 
Vorgetäuschte Liebe - Das Liebesduett als Finte.....Seite.....26
Wolfgang Amadeus Mozart: Così fan tutte:.....Seite.....28
  Liebesduette.....Seite.....31
  Dorabella und Guglielmo.....Seite.....32
  Fiordiligi und Ferrando.....Seite.....35
  Ernüchterung und Einigkeit .....Seite.....37
Heinrich Marschner: Der Vampyr:.....Seite.....38
  Janthe.....Seite.....38
  Ruthven und Aubry.....Seite.....40
  Emmy .....Seite.....40
  Malwina .....Seite.....47
  Finale II .....Seite.....52
  Fromme Liebe, hilflose Liebe und die Erotik des Bösen .....Seite.....53
Die Lehren der Verführer .....Seite.....57
 
DIe Liebenden (Anteros):

Giacomo Meyerbeer: Les Huguenots: .....Seite.....62
  Die Liebe und der Krieg .....Seite.....62
  "Liebesszene in Gefahr" .....Seite.....65
  Todeshochzeit .....Seite.....74
  Triumph der Liebe? .....Seite.....76
  Liebesreligion.....Seite.....79
Richard Wagner: Tristan und Isolde: .....Seite.....86
  Musik der Welt und Musik der Liebe .....Seite.....86
  Welt und Gegenwelt .....Seite.....90
  Überfahrt als Übergang .....Seite.....93
  Tagesgespräch und Nachtgesang.....Seite.....97
  Todesvorstellungen .....Seite.....117
  Liebestod .....Seite.....122
Claude Debussy: Pelléas et Mélisande:.....Seite.....127
  Debussy und Wagner .....Seite.....127
  Allemonde .....Seite.....131
  Pelléas Erwachen .....Seite.....138
  Liebesszene .....Seite.....141
  Mélisandes Tod.....Seite.....150
  Schicksal, Liebe, Natur und Musik .....Seite.....151
 
Geschlechterverhältnisse:

Giacomo Puccini: Madama Butterfly: .....Seite.....156
  Liebesduett zur Hochzeitsnacht .....Seite.....157
  Lebensentwürfe .....Seite.....161
Liebeskonzeption und Identität im 20. Jahrhundert .....Seite.....167
Leos Janácek: Kát'a Kabanová: .....Seite.....174
  Das Umfeld.....Seite.....174
  Kabanicha .....Seite.....175
  Kát'a .....Seite.....176
  Werte.....Seite.....186
  Eine vergebliche Liebesszene .....Seite.....189
  Kát'as Ende .....Seite.....194
  Russische Liebe: Boris contra Kát'a .....Seite.....200
Alban Berg: Lulu:.....Seite.....203
  Berg und Wedekind .....Seite.....203
  Die Personen der Handlung .....Seite.....205
  Krieg zwischen den Geschlechtern: Doktor Schön und Lulu.....Seite.....207
  Eine gute alte Liebesszene? Lulu und Alwa .....Seite.....219
  "But then there is our friend Jack the Ripper." .....Seite.....228

Anhang:
Verzeichnis der zitierten Literatur.....Seite.....236

Zum Inhalt:

Mit der Beschreibung von acht Werken, von Mozarts „ Cosi fan tutte “ über Wagners „Tristan und Isolde“ bis hin zu Leos Janaceks „ Kat'a Kabanova “ und Alban Bergs „Lulu“, schlägt Marion Recknagel einen Bogen über das 19. Jahrhundert hinweg bis ins 20. Jahrhundert hinein, um die Veränderungen in der Liebeskonzeption der Oper darzustellen.

Ein Topos der musikalischen Philosophie besagt, dass Musik und Liebe in einem besonders innigen Verhältnis zueinander stehen. Komponisten haben daher für Liebesszenen in den Opern Musik von besonderer Schönheit und Wirkung geschaffen. Doch verändern sich im Laufe des 19. Jahrhunderts die Vorstellungen von der Liebe - und mit ihr ihre musikalische Darstellung in der Oper. Die Liebe verliert die Kraft zu harmonisieren und zu verbinden. 'Schöne' Liebesduette oder -szenen zu komponieren, wird beinahe unmöglich.
Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 12.04.2010

In Lloyd-Webber-Zeiten steht's um die Liebe auf der Musiktheaterbühne eher schlecht, findet Andreas Dorschel. Gut, dass Marion Recknagel dem Rezensenten einmal in Erinnerung ruft, was im Opernduett von Mozart bis Alban Berg so alles möglich war. Bemerkenswert findet Dorschel diese Studie, weil sie ihm unter anderem eindringlich erläutert, wie Debussy sich von Wagners Emphase befreite, wie substantiell tragisch Puccinis Ironie in "Madame Butterfly" sich äußert und wie wenig opportune Genderkompetenz eine Autorin benötigt, um den Leser zum Nachdenken anzuregen über Frauen und Männer auf der Oper.

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