Sven Oliver Müller - Richard Wagner und die Deutschen - 03/2013


Sven Oliver Müller

Richard Wagner und die Deutschen:
Eine Geschichte von Hass und Hingabe


Beck C. H., 03/2013
Einband: Gebunden
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3406644554
ISBN-13: 9783406644559
Umfang: 351 Seiten
Sonstiges: mit 41 Abbildungen
Gewicht: 571 g
Maße: 245 x 174 mm
Stärke: 28 mm


Inhalt:

OUVERTÜRE IM FEBRUAR 1883
Seite ..... 9 ..... Der Tod in Venedig und die Geburt eines Genies

ERSTER AUFZUG
Viel Feind, viel Ehr - Wagner im Deutschen Kaiserreich
Seite ..... 25 ..... 1. Freunde und Feinde des «Gesamtkunstwerks»
Seite ..... 48 ..... 2. Staatsbesuche: Ästhetische und politische Visionen König Ludwigs II. und Kaiser Wilhelms II
Seite ..... 65 ..... 3. Nationalismus und Antisemitismus in der Wagner-Rezeption
Seite ..... 81 ..... 4. Die Entzauberung des Bühnenweihfestspiels: Vom Streit um die Exklusivitätsrechte am Parsifal 1913
Seite ..... 90 ..... 5. Der Wagner-Mythos i n Europa. Zum kulturellen Transfer des «Gesamtkunstwerks» in London und Paris

ZWEITER AUFZUG
Verletzter Stolz - Wagner in der Weimarer Republik
Seite ..... 101 ..... 1. Die Nation als Waffe und Vorstellung: Die Meistersinger bei der Eröffnung der Bayreuther Festspiele 1924
Seite ..... 112 ..... 2. Der Stoff, aus dem die Träume sind? Fritz Langs monumentales Kino-Epos Die Nibelungen
Seite ..... 120 ..... 3. A u f der Suche nach dem verlorenen Vorbild: Wagner-Denkmale
Seite ..... 127 ..... 4. Arturo Toscanini in Bayreuth - eine emotionale Herausforderung

DRITTER AUFZUG
Verherrlichung und Zwang - Wagner im Nationalsozialismus
Seite ..... 143 ..... 1. Zwei Charismatiker: Adolf Hitler begegnet Richard Wagner
Seite ..... 162 ..... 2. Emotionale Besatzungspolitik: Wagners Werk in Frankreich i m Zweiten Weltkrieg
Seite ..... 170 ..... 3. Schicksalsmacht und Durchhaltemusik: Zur Wirkung Wagners in der Propaganda

VIERTER AUFZUG
Seite ..... 183 ..... Schuld und Sühne - Wagner in der frühen Bundesrepublik und in der DDR
Seite ..... 186 ..... 1. Nachkriegsgesellschaften: Kulturelle und politische Grenzziehungen in den 1950er Jahren
Seite ..... 206 ..... 2. Inszenierungen der Vergangenheitsbewältigung —
Debatten über einen (un)politischen Wagner und der Streit u m die Neubewertung
Seite ..... 237 ..... 3. «Das Böse der Banalität» - Hans-Jürgen Syberbergs Film über Winifred Wagner

FÜNFTER AUFZUG
Sinn und Sinnlichkeit - Deutschland nach der Wiedervereinigung
Seite ..... 245 ..... 1. Wer ist das Publikum? Sinnsuche und Selbstinszenierung der Opernbesucher
Seite ..... 251 ..... 2. Wagner-Rezeption in der Postmoderne:
Das institutionalisierte Wagnerianertum konkurriert mit musikalischen Massenevents
Seite ..... 277 ..... 3. Stars und Staatsbesuche bei den Bayreuther Festspielen

FINALE
Seite ..... 285 ..... Verliert sich die Spur Richard Wagners im 21. Jahrhundert?

ANHANG
Seite ..... 295 ..... Anmerkungen
Seite ..... 337 ..... Dank
Seite ..... 339 ..... Literaturhinweise
Seite ..... 345 ..... Bildnachweis
Seite ..... 347 ..... Personenregister

Zum Inhalt:

Richard Wagner ist der Komponist, über den die deutsche Gesellschaft bis heute nicht zur Ruhe gekommen ist. Nach Wagners Tod holte sie sich den Vergangenen in ihre Gegenwart zurück. Denn Wagner konnte beinahe allen alles verheißen. Sven Oliver Müller erzählt in diesem Buch die aufregende Geschichte des Wagner-Mythos zwischen Verklärung und Verdammung, zwischen Hass und Hingabe. Politisch ließ sich Richard Wagner noch nie neutral bewerten. Und was wurde nicht alles aus ihm und seinem Werk gemacht. Monarchen und Präsidenten, Unternehmer und Kleriker, Bürger und Adelige, Linke und Rechte, sie alle liebten ihn, verachteten ihn und betrieben mit ihm und seinen Opern Politik. Vom Kaiserreich über die Weimarer Republik und den Nationalsozialismus bis hin zur Bundesrepublik, der DDR und dem wiedervereinigten Deutschland war und ist Wagners Nachleben ein Brennspiegel der deutschen Geschichte. Müller schildert auf breiter Quellenbasis, wie Wagner nicht nur in Bayreuth und anderen Opernhäusern, sondern auch im politischen und gesellschaftlichen Leben, auf Staatsempfängen, in Denkmälern, in Filmen und in Kitschwaren immer präsent blieb. Fast jeder Sehnsucht und jedem Abscheu diente er als Fluchtpunkt und wurde dabei immer wieder neu entdeckt.

Über den Autor:

Sven Oliver Müller ist Historiker und Leiter einer Forschungsgruppe über Musik und Emotionen am Max-Planck-Institut für Bildungsforschung in Berlin. Zu den Schwerpunkten seiner Forschungen gehören die Geschichte des Nationalismus und das Musikleben im 19. und 20. Jahrhundert.

 

 

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