Frank Piontek - Das Bayreuther Festspielhaus


Richard Wagner  (1813 - 1883)

Frank Piontek

Richard Wagner -
Das Bayreuther Festspielhaus

Einblicke in ein Phänomen

Vorleser: Katrin Aebischer, Matthias Hermann und Andreas Hutzel


audiotransit, 1 CD, 2014
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 4260070930119
Gewicht: 104 g
Maße: 142 x 123 mm
Stärke: 2 mm
Spielzeit: 80:00 Min.


Was macht das Bayreuther Festspielhaus so besonders? Unter welchen Bedingungen entstand es? Welche Idee steckte dahinter? Wie klingt dieser Raum? Was meint das Publikum zu den Aufführungen? Wie empfinden die Künstler diesen hochkomplexen Raum?Diese CD versucht den Fragen auf den Grund zu gehen: mit Ausschnitten aus Interviews mit Bayreuther Dirigenten (Christian Thielemann u. a.) und Sängern (Michelle Breedt u. a.), aber auch mit ganz normalen Zuhörern.

    Text: Dr. Frank Piontek
    Sprecher: Katrin Aebischer, Matthias Hermann, Andreas Hutzel, Sara Wortmann
    Dramaturgie und Regie: Sascha Mink
    Musik: Richard Wagner Wotan! Gemahl! Erwache! und Erster Aufzug, Vorspiel (Ring des Nibelungen)
    Vorspiel und „Zum Teufel mit Dir, verdammter Kerl“ (Meistersinger von Nürnberg)
    Markgräfin Wilhelmine Arie der Palmide „Quell orror, quel fosco velo“ aus: Argenore
    Aufnahme und Mischung: Volker Hahn
    Produktion: audiotransit, Bayreuth. www.audiotransit.de

Inhalt:

01.  Das Bayreuther Wunder
02.  Wie Wagner nach Bayreuth kam
03.  Ein idealistischer Theaterplan
04.  Im nächsten Jahr machen wir alles anders!
05.  Die ersten Bayreuther Festspiele
06.  Auch interessant: Das Publikum
07.  Die berühmte Akustik

Zum Inhalt:

Das Bayreuther Festspielhaus gilt um ein modisches Wort aufzunehmen als "Mutter aller Festspielhäuser". Erdacht von einem genialen Komponisten, erwies sich das Provisorium, über alle künstlerischen und historischen Krisen hinweg, als haltbar. Schon die Zeitgenossen haben das Bayreuther Festspielhaus aufgrund seiner Struktur, seiner Lage, seiner Exklusivität als etwas sehr Besonderes empfunden.
Gewiss: es gibt bereits wertvolle Publikationen über das Festspielhaus. Heinrich Habel hat ihm eine quellenmäßig hervorragend dokumentierte Baugeschichte gewidmet, Markus Kiesel legte einen exzellenten Band vor, der die Baugeschichte und die Architektur, auch die Renovierungsgeschichte des Bauwerks in einem reich bebilderten Band vorstellte. Er widmete auch der Frage, wie die Akustik des Raumes beschaffen ist, in dem alljährlich Wagners Werke gespielt werden, einige Zeilen natürlich kann auch eine Tonaufnahme nur bedingt die Besonderheiten dieser meist hochgelobten, doch differenzierten Akustik ins Ohr des Hörers bringen, da eine Aufnahme niemals die Unverwechselbarkeit des Bayreuther Klangs festhalten kann. Die CD schien den Produzenten das geeignete Medium zu sein, mit dem man sich dem akustischen Kern des Bayreuther Kunstwerks nähern könne. Die Frage, wie die Zuschauer und -hörer die Akustik, aber auch die Inszenierungen und das "große Ganze" beurteilen, gehört mit zu jenem Gesamtbild denn wie Wagners Freundfeind Friedrich Nietzsche einst schrieb: In Bayreuth ist selbst das Publikum interessant.

Matthias Hermann (Sprecher):

1958 in Bitterfeld geboren und in Ostberlin aufgewachsen. Schriftsetzerlehre, Korrektor. 1978 "wegen politischer Straftaten" zu zwei Jahren und vier Monaten Gefängnis verurteilt, ein Jahr inhaftiert, danach amnestiert. 1980, auf Initiative Herbert Wehners, Freikauf durch die Bundesregierung und Übersiedlung in die Bundesrepublik. 1989 erste Buchveröffentlichung, weitere Publikationen (auch in Zeitschriften) und Anthologien. Er lebt als freier Autor im hessischen Odenwald.

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