Bernd W. Wessling - Wieland Wagner - Der Enkel - 1997


Bernd W. Wessling

Wieland Wagner - Der Enkel



Gebundene Ausgabe: 447 Seiten
Verlag: Edition Tonger (1997)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3920950283
ISBN-13: 978-3920950280
Größe: 22,4 x 15,6 x 4 cm


Zum Inhalt:



Wieland Wagner wurde am 5. Januar 1917 geboren und starb 1966 im Alter von 49 Jahren. Wielands unentschiedener Kampf gegen die politischen Belastungen aus der Hitler-Zeit steht kritisch zur Debatte. Zum ersten Mal werden seine Lehrer als Kronzeugen zitiert: der Dirigent Kurt Overhoff und der Maler Ferdinand Staeger, die - mehr, als er selber wahrhaben wollte- auf ihn Einfluß ausübten und das Fundament für "Neu-Bayreuth" mitgestalteten.
Friedelind Wagners beherzte Aussagen über den Atriden-Clan spielen eine wichtige Rolle in dieser Biographie wie die Gedanken und Erinnerungen des Star-Baritons Rudolf Bockelmann, des Wieland Cousins Gilberto Graf Gravina, des Regisseurs Heinz Tietjen und anderer Zeitzeugen von Rang. An der "Krankheit Marke Amfortas" litt der Enkel in seinen letzten Lebensjahren: im Dualismus der Doppelregentschaft mit seinem Bruder, in der Auseinandersetzung mit der Familie und der Kritik verzehrte er sich bis zum frühen Ende.
Wessling zeichnet ein lebendiges Bild der Inszenierung, der Regie-Konzeptionen sowie der Arbeit mit den Sängern und läßt so die künstlerische Entwicklung Wieland Wagners, die Faszination seiner Aufführungen auch jener Generation deutlich werden, die "Neu-Bayreuth" selbst nicht erlebt hat. Auch was bedeutende Kritiker über die unterschiedlichen Regiearbeiten des genialischen Richard-Wagner-Enkels in den fünfziger und sechziger Jahren zu Attest gaben, findet Widerhall in Wesslings fundierter Darstellung.

Zum Autor:

Berndt W. Wessling, (1935 -2000), hat mit internationalem Erfolg eine stattliche Zahl an Künstlerbiographien, Romanen, Erzählungen, Essays und Dramen vorgelegt. Zu seinen herausragenden Werken gehören die Lebensbeschreibungen Alma Mahler-Werfels, Gustav Mahlers, Wilhelm Furtwänglers, Franz Liszts, Giacomo Meyerbeers und Ludwig van Beethovens. Den "Neu-Bayreuther" Sängern, Astrid Varnay, Wolfgang Windgassen und Hans Hotter, widmete er bereits in den Sechzigern umfangreiche biographische Dokumentationen. Dieses Buch wurde mit dem Deutschen Musikeditionspreis ausgezeichnet.

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