Victor Henle - Wagners Wörter Lexikon - 09/2011


Victor Henle

Wagners Wörter Lexikon, m. Vademecum
"Wagners Szenarium"

Archaismen, Gegenstände, Menschliches, Orte, Protagonisten. Vademecum findet sich eine Beschreibung der Werke nach Aufzügen und Szenen

Keysersche Verlagsbuchhandlung 09/2011
Einband: Fester Einband
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3868860193
ISBN-13: 9783868860191
Umfang: 288 Seiten
Größe: 20 x 14,2 x 2,8 cm
Gewicht: 562 g


Zum Inhalt:

Reisige Maid? - Schlaflos vom Bresten? - Verstehen Sie Wagner?

Wer Wagner verstehen will, sollte nicht nur die Sprache seiner Musik, sondern auch die seiner Dichtungen kennen.

Die vier Teile von WAGERS WÖRTER helfen, die archaischen, und archaisierenden Wörter, den Stabreim und den Sprachduktus zu verstehen und damit die Lektüre zu erleichtern.
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WAGNERS WÖRTER
Ein umfangreiches Lexikon (800 Stichwörter). Darin erfährt der Leser beispielsweise, was die Gralsritter meinen, schlaflos vom Bresten habe sie Amfortas aufgefordert, ihn zum Bade an den Gralssee zu tragen oder dass Wotans Mut fast immer sein inneres Befinden und nur selten seine Furchtlosigkeit ausdrückt. Jedes Wort ist mit Zitaten aus den Werktexten belegt. Eingang gefunden haben auch alle Protagonisten von Alberich bis Wotan, Gegenstände von Ahl bis Zünde, Geschichtliches wie Blutschande oder Speereid, Mythologisches wie Rune oder Weltesche, Orte wie Monsalvat oder Sandwike und die Fachsprache der Meistersinger.

WAGNERS SPRACHE
Eine Einführung in die charakteristischen Merkmale. Zu ihnen gehören nicht allein Stabreim und auffällige rhetorische Figuren. Auch Wortspiele, sprechende Namen, Lautmalerei und Volkstümlichkeit prägen sie.

WAGNERS SZENARIUM
Eine Beschreibung aller Werke Szene für Szene mit eingestreuten Originalzitaten, um einen übergreifenden Handlungsstrang herzustellen und die Sprachatmosphäre wirken zu lassen. Wagners Szenarium wird auch als Vademecum für den Taschengebrauch mitgeliefert.

WAGNERS APHORISMEN
Sinnsprüche als Lesefrüchte, an deren Lebensklugheit und Sprachwitz man sich...
Als Lesefrucht sind 'Wagners Aphorismen' angefügt, an deren Poetik, Witz, Ironie und Hintersinn man sich sehr erfreuen kann ..."

Das Lexikon 'Wagners Wörter' hellt die Wörter in den Dichtungen seiner Werke auf, die aus unserem Sprachgedächtnis verschwunden sind. Von der Einbeziehung der Frühwerke 'Die Feen', 'Das Liebesverbot' und 'Rienzi' wurde abgesehen. Berücksichtigt sind auch solche Wörter, die wie Lenz, Gauch, dünken oder laben in der gehobenen literarischen Sprache noch vorkommen, deren Bedeutung aber weitgehend verblasst ist. Andere Wörter wie dräuen, letzen oder Mähre sind schon so veraltet, dass sie sich zunehmend in die Vergessenheit bewegen. Über ihren Bedeutungsgehalt bestehen oft nur noch sehr verschwommene Vorstellungen. Deshalb greift diese Kategorie weit aus, zusätzlich auch aus Rücksicht auf Leser, die nicht deutscher Zunge sind, den Werktext aber in der Originalsprache kennen lernen wollen oder als Aufführungsakteure kennen lernen sollten. Heikel sind die Wörter, die uns noch geläufig sind, von denen wir aber nicht mehr wissen, dass sie früher eine viel weitere, manchmal sogar ganz anders erscheinende Bedeutung hatten. Die Rezeption dieser Wörter wird durch einen besonderen Umstand erschwert. Wagner bediente sich ihrer sowohl in der archaischen als auch in der aktuellen Bedeutung. Man kann sich also nicht darauf verlassen, dass heilig, tapfer oder Mut auch immer das bedeuten, was wir heute darunter verstehen. Es kommt auf den Zusammenhang oder die Situation an. Das Lexikon beschränkt sich nicht nur auf Etymologisches. Es enthält auch Mythologisches, die Beschreibung aller Protagonisten sowie aller erwähnten Götter und Personen, die Erklärung von Gegenständen, Situationen und Orten, schließlich auch die Besonderheiten der 'Meistersinger'-Sprache. So wird erst verständlich, was Siegmund mit 'Wunsch' meint, wenn er Sieglinde bedeutet: Einen Unseligen labtest du: - Unheil wende der Wunsch von dir!

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