Catherina Gilles - Kunst und Nichtkunst - Das Theater von Christoph Schlingensief - 10/2008

Catherina Gilles

Kunst und Nichtkunst

Das Theater von Christoph Schlingensief


Königshausen & Neumann, 10/2008
Einband: Flexibler Einband
ISBN-10: 3826039556
ISBN-13: 9783826039553
Umfang: 159 Seiten
Gewicht: 295 g
Maße: 235 x 155 mm
Stärke: 15 mm



Inhaltsverzeichnis:

Vorwort ..... Seite ..... VII
Einleitende Bemerkungen ..... Seite ..... 1

I.   Beethoven vs. Rossini - eine paradigmatische Konstellation der Musikästhetik des 19. Jahrhunderts ..... Seite ..... 9

II.   Das klassische Autonomiemodell. Kunst als "Mitte" und die Nötigung zur Abgrenzung ..... Seite ..... 36
     1.  Kunst als "Mitte" ..... Seite ..... 37
     2.  Autonomie und Abgrenzung ..... Seite ..... 59

III.  Der ambivalente Status der Musik als schöner Kunst ..... Seite ..... 74
     1.  Musik - als "geistige Macht" nicht anerkannt ..... Seite ..... 75
     2.  Die elementarische Gewalt der Musik - Musik als "fremde Macht" ..... Seite ..... 83
     3.  Die Dominanz des sinnlichen Anteils der Musik - ihre moralische Bedenklichkeit ..... Seite ..... 100
     4.  Die Abstraktheit der Musik - der "Fluch der Inhaltsleere" ..... Seite ..... 112

IV. Die dichotomische Strategie der Musikästhetik ..... Seite ..... 128
     1.  Vorüberlegungen: Grundlinien des Dichotomisierungsprozesses ..... Seite ..... 128
     2.  Musik und Geist. Das Programm der 'Vergeistigung' ..... Seite ..... 140
          Das musikalisch Geistige als "Idealschönes" ..... Seite ..... 147
          Das "Charakteristisch-Schöne" ..... Seite ..... 163
          Das "Formalschöne" ..... Seite ..... 168
     3.  Ausgrenzungen. Musik als Nicht-Kunst ..... Seite ..... 175

Schlußnotiz ..... Seite ..... 198

Literaturverzeichnis ..... Seite ..... 203
Quellen des 18. und 19. Jahrhunderts ..... Seite ..... 203
Forschungsliteratur ..... Seite ..... 215
Personenregister ..... Seite ..... 244

Zum Inhalt:

Kein Theaterregisseur hat das Leben der bereits in vierzig Nachkriegsjahren etablierten Bundesrepublik und ihrer dunklen Vergangenheit, die als solche gefeierte Wiedervereinigung, den immer noch tief sitzenden Fremdenhass und die Unbarmherzigkeit einer sich virtuellen Gewinnaussichten unterwerfenden Gesellschaft in seinen Inszenierungen und Aktionen so konsequent auf den wunden Punkt gebracht, wie Christoph Schlingensief. Er tat dies mit vollem Einsatz und einer unerschütterlichen Moral als Richtschnur. Das hat ihm viel Medienpräsenz und das Image eines Provokateurs eingebracht, das er mit seiner ersten großen Operninszenierung in der Arena des Bayreuther Weihehügels, Richard Wagners Parsifal, zumindest im Urteil des Hochfeuilletons abzulegen begann. Inzwischen werden seine Bilder und Kunstobjekte in internationalen Galerien gehandelt und Christoph Schlingensief hat sich, wie mehrfach öffentlich betont, künstlerisch ganz auf die Oper, den Film und die bildende Kunst verlegt. „Das Theater sollen jetzt andere machen.“ Wofür aber stehen die Schlingensiefschen Aktionen, in die er sich in den meisten Fällen mit Haut und Haar selbst ganz hineinbegab? Das Buch „Kunst und Nichtkunst“ folgt den Spuren dieses Theaters in die Zeit zurück, als Christoph Schlingensief noch in seinem Ausgangsmedium, dem des Films, inszenierte und begleitet seinen weiteren Werdegang auf und jenseits der Bühnen. Angelegt ist dies als Erfahrungsbericht. Der Bericht einer Reise zu den Schlingensiefschen Inszenierungen – selbst erlebten und filmisch dokumentierten –, mit denen er den Rahmen des Theaters oft genug sprengte.

Zur Autorin:
 
Catherina Gilles ist promovierte Theaterwissenschaftlerin und seit vielen Jahren Autorin öffentlich-rechtlicher Medien mit Schwerpunkt Kultur.

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