Duo Pietsch - Eisinger - Sonaten von Edvard Grieg

Duo Pietsch - Eisinger 

Edvard Grieg Sämtliche Werke für Violine und Klavier

Duo Pietsch-Eisinger:

Künstler: Franziska Pietsch, Violine
Detlev Eisinger, Klavier

Aufnahme Bibliotheksaal Polling, 4. - 6. Dezember 2014

Audite Musikproduktion (Edel), 1 CD, DDD, 2015
Spieldauer: 73:53

Inhalt:  

Disk 1 von 1

Edward Grieg: Violinsonate Nr. 2 G - Dur op. 13   22:53
01.  I.   Lento doloroso - Allegro vivace   9:54
02.  II.  Allegretto tranquillo   6:37
03.  III. Allegro animato - Presto   6:22

Edward Grieg: Violinsonate Nr. 1 F - Dur op. 8   25:04
01.  I.   Allegro con brio   9:45
02.  II.  Allegretto quasi andantino   5:3
03.  III. Allegro molto vivace - Presto   9:44

Edward Grieg: Violinsonate Nr. 3 c - Moll op. 45   25:50
01.  I.   Allegro molto ed appassionato   10:11
02.  II.  Allegretto espressivo alla Romanza   7:24
03.  III. Allegro animato - Prestissimo   8:15 

Zur Künstlerin Franziska Pietsch:

Als Nachwuchstalent der DDR genoss Franziska Pietsch besondere staatliche Förderung. Nach der Flucht des Vaters in den Westen 1984 folgten zwei Jahre voller Repressalien durch das Regime, die das Musikverständnis von Franziska Pietsch intensiv geprägt haben: Jeglicher Möglichkeit zu Konzerten und Instrumentalunterricht beraubt, wählte sie als Weg der Hoffnung gegen Verzweiflung, Ablehnung, Angst und Willkür den Weg nach Innen. Die Musik wurde zur einzigen Sprache, in der sie sich im Rückzug frei ausdrücken konnte, sie gab ihr die nötige Kraft, um an den äußeren Umständen nicht zu zerbrechen und weiter auf ein Leben in Freiheit zu hoffen. Hier gründet die Intensität und die künstlerische Tiefe, mit der Franziska Pietsch bis heute musiziert. Mit ihrer Debüt-CD bei audite porträtieren Franziska Pietsch und Detlev Eisinger den Kammermusiker Edvard Grieg. Die drei Violinsonaten machen den wesentlichen Beitrag seines Schaffens auf diesem Gebiet aus. Grieg komponierte in einer Zeit des nationalen Aufbruchs, sein Name stand für die Unabhängigkeit, aber auch für die internationale Ausstrahlung der norwegischen Tonkunst. Der Aufbruch zur Autonomie äußerte sich nicht bevorzugt in der Kammermusik. Dennoch maß Grieg ihr für die Durchbildung der musikalischen Sprache und für das Formbewusstsein große Bedeutung bei. Die drei Violinsonaten stehen seiner eigenen Auffassung nach für die wesentlichen Etappen seines Schaffens. Er nannte die erste die „naive, reich an Vorbildern, die zweite die nationale und die dritte diejenige mit dem weiten Horizont“. Grieg zählte alle drei Sonaten zu seinen besten Werken. Die gebürtige Ostberlinerin Franziska Pietsch debütierte mit elf Jahren an der Komischen Oper in Berlin, danach konzertierte sie regelmäßig als Solistin mit namhaften Orchestern der DDR. 1986 konnte sie nach Westdeutschland ausreisen und setzte ihre musikalische Ausbildung bei Ulf Hoelscher (Karlsruhe), Jens Ellermann (Hannover) sowie Dorothy Delay (New York) fort. Franziska Pietsch ist Gewinnerin des Bach-Wettbewerbs Leipzig, des Concertino Praga und des Concours Maria Canals in Barcelona. Detlev Eisinger gab mit 13 Jahren seinen ersten Klavierabend und Konzerte mit Orchester. Er studierte bei Walter Krafft und bei Erik Then-Bergh, ein Stipendium führte ihn 1986 an die Cité Internationale des Arts in Paris. Nach dem Examen begann Detlev Eisinger seine rege Konzerttätigkeit im In- und Ausland. Er folgte Konzerteinladungen nach München, Wien, Graz, Salzburg und Klagenfurt, außerdem nach Menton, Paris, Montpellier, zum Kissinger Sommer, zu den Richard-Strauss-Tagen Garmisch und zum Kodály- Festival in Ungarn. Konzertreisen führten ihn mehrfach durch Südafrika sowie nach Kanada und in die USA.

Zu Detlev Eisinger:
Siehe seine Biografie

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