Deborah Voigt singt Wagner und Strauss - Obsessions


Richard Wagner  (1813 - 1883)
Richard Strauss  (1864 – 1949)

Obsessions
 
Deborah Voigt singt Wagner und Strauss



Angel - EMI, 1 CD, DDD
Spieldauer: 1:08:36


Deborah Voigt, Sopran
Natascha Petrinsky, Mezzosopran
Dirigent: Sir Richard Armstrong
Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks

Inhalt:


Richard Wagner
01.   Tannhäuser (Act 2 Elizabeth's Aria)
Dich teure Halle   -  4:43
 
02.   Die Walküre: (Sieglinde's scene from Act 1, Scene 3)
Du bist der Lenz   -   2:14
 
03.   Die Walküre (Act 1 Sieglinde's scene)
Der Männer Sippe  -   4:27
 
04. Tristan und Isolde (Act 1 Isolde's Curse and Narration)
Weh', ach wehe! Dies zu dulden  -  11:46
 
05. Tristan und Isolde (Isoldes Liebestod Act 3, Scene 3)
Mild und leise  -  7:18

Richard Strauss 
06. Elektra Op. 58 (Chrysothemsis' scene)
Ich kann nicht sitzen  -   5:54
 
07. Ariadne auf Naxos Op. 60 - Prologue -  (Ariadne's scene)
Es gibt ein Reich   -  5:37
 
08. Die Frau ohne Schatten (Kaiserin's opening scene, Act 2)
Ist mein Liebster dahin  -  3:36
 
09. Die Frau ohne Schatten (Kaiserin's opening scene, Act 2)
Wehe mein Mann  -  5:09
 
10. Salome (Salome's final scene)
Es ist kein Laut zu vernehmen  -  17:52

Zur CD:

Dramatik pur erwartet uns auf dieser CD. Wie könnte es auch anders sein, wenn eine der dramatischsten Sopranistinnen unserer Zeit, Deborah Voigt, hochdramatische Arien und Szenen aus u. a. Die Walküre, Tristan und Isolde von Richard Wagner oder Elektra und Salome von Richard Strauss singt.
Der erste Teil dieser Platte gehört Richard Wagner. Elisabeths Arie "Dich, teure Halle" aus dem noch etwas romantisch angehauchten Tannhäuser eröffnet den Reigen intensiver, inniger, manchmal auch schwülstiger, schwermütiger und melancholischer Musik. Deborah Voigt zieht den Faden geschickt durch die verschiedenen Gemütslagen. Stimmlich präsent, anfangs noch etwas eng, verkörpert sie eine glaubwürdige Elisabeth. Ebenso wird die Sieglinde aus Die Walküre zu einem Prisma schillerndster Farben. Höhepunkt ist sicher Isoldes Liebestod "Mild und leise". Vom expressiven Forte bis zum innigsten Piano kennt Deborah Voigt keine stimmlichen Schwächen.
Fast noch eine Steigerung all dieser Dramatik bietet "Ich kann nicht sitzen" der Chrysothemis aus Richard Strauss' Elektra, bevor es bei Ariadne auf Naxos wieder etwas ruhiger wird, natürlich nicht ohne bewegende Höhepunkte. Hier lässt die Sopranistin fast etwas Liedhaftes zu. Nach "Die Frau ohne Schatten" kann Deborah Voigt in der letzten Szene aus Salome nochmals alle Register ihres Könnens ziehen: Legato, Parlando und bei aller Dramatik eine immer vorhandene Stimmschönheit. Und man merkt bei ihr eine unheimliche Besessenheit (Obsession!) ihres Tuns.
Das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks unter Sir Richard Armstrong entfaltet an den richtigen Stellen Klangfülle und Laufstärke, lässt der Sopranistin aber auch Freiräume für Seelenfrieden und Gelassenheit. Und so wirkt die ganze CD: dramatisch in Hülle und Fülle, mit wenigen, aber um so eindringlicheren Oasen der Ruhe. --Rudolf Kamm

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