Eric Schaefer - Who is afraid of Richard W.? - Jazz


Eric Schaefer

Who is afraid of Richard W.?

Richard Wagner revisited by Eric Schaefer, unless otherwise noted


ACT, 1 CD, Digipack, 01/2013
Gesamtlänge: 46:01


Besetzung:
Eric Schaefer / drums & electronics
Tom Arthurs / trumpet & flugelhorn
Volker Meitz / organ, Fender Rhodes & keyboards
John Eckhardt / bass

Inhalt:


01.    Prelude to a Prelude -  01:32  (Richard Wagner)
02.    Walküre -  03:37  (Richard Wagner)
03.    Waldweben -  06:51  (Richard Wagner)
04.    Lohengrin I -  02:53  (Richard Wagner)
05.    Siegfried Idyll -  03:37  (Richard Wagner)
06.    Isoldes Verklärung -  02:19  (Richard Wagner)
07.    Nietzsche in Disguise -  05:41  (Eric Schaefer)
08.    Tannhäuser -  03:24  (Richard Wagner)
09.    Amazingly Slow -  03:35  (Eric Schaefer)
10.    Dante Sonata -  03:46  (Franz Liszt)
11.    Love and Death -  02:55  (Eric Schaefer / Tom Arthurs / Volker Meitz / John Eckhardt)
12.    Tristan -  02:35  (Richard Wagner)
13.    Lohengrin II -  02:53  (Richard Wagner)

Zur CD:

Runter vom Hügel rein in den Club: Mit Infusionen vom Progrock und New Wave bis zu Ambient und Dub wird der alte Meister, Richard Wagner, neu belebt.....

Eric Schaefer gehört laut ZEIT zu einem „der heimlichen Zentralgestirne in der […] deutschen Jazzszene“. Mit „Who is afraid of Richard W.?“ nimmt er sich den umstrittensten und monumentalsten aller Opernkomponisten vor. Der Schlagzeuger holt Wagner direkt in die Gegenwart, vom Bayreuther Hügel rein in den Club. Denn der Dub-Step-, HipHop- und Elektronik- Liebhaber Schaefer stellt die Opernthemen des Gesamtkunstwerk- Romantikers in einen groovenden Kontext. Schon im einleitenden „Prelude“ wabert die Orgel, malt ein Synthesizer Sphärenklänge, thront eine helle, hallige West-Coast-Jazz Trompete über dem Geschehen. Munter im Psychedelic-Sound der Seventies geht es auch beim „Lohengrin-Vorspiel“ zu, dem Schaefer selbst mit langsam rollendem, federnden Schlagzeug den Takt vorgibt. Die Walküren wiederum reiten wie später auch „Nietzsche In Disguise“ im heavy Dub-Groove heran und auch Siegfried rüstet sich mit Reggae zum Kampf. „Isoldes Liebestod“ und auch Tristans Trauer werden zu chilligen, perkussiv durchgerüttelten Balladen. Wenn Schaefer konstatiert: „All das ergab für mich eine reizvolle Mischung“, dann ist das eine mächtige Untertreibung. Selten klang Klassisches so frisch, nie hat einer zugleich den Monumentalismus und die zartesten Regungen in Wagners Werk so spannend wie lässig bewältigt – dank des überzeugenden Konzepts, das den alten Meister mit Infusionen vom Progrock und New Wave bis zu Ambient und Dub neu belebt: Willkommen im Club, Herr Wagner!

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