Lorin Maazel - Der Ring ohne Worte

Richard Wagner (1813-1883)

The Ring without words
Der Ring ohne Worte

Orchestral Highlights from The Ring Cycle




Telarc / In-akustik 1 CD, DDD 1987


Dirigent: Lorin Maazel
Berliner Philharmoniker

Inhalt:

Das Rheingold (Auszug)

01. So beginnen wir also in der "grünlichen" Dämmerung des Rheins
02. Treiben flussaufwärts zur Burg der Götter (Einzug der Götter in Walhall)
03. Sinken hinab zu den schmiedenden Zwergen
04. Schwingen mit Donners Hammerschlag....

Die Walküre (Auszug)
05. I m Klang-Kode "sehen" wir auch buchstäblich Sigmunds Blick auf Sieglinde
06. Der beiden Flucht
07. Wotans "furchtbare Wut"
08. Den Walkürenritt der Schwestern Brünnhildes (Walkürenritt)
09. Wotans schmerzlichen Abschied von seiner Lieblingstochter und Feuerzauber

Siegfried (Auszug)
10. Mimes angsterfülltes Zittern
11. Wir sehen wie Siegfried das magische Schwert schmiedet
12. Dem "Waldweben" lauscht (Waldweben)
13. Den Drachen erschlägt
14. Wir hören Fafners mattes Klagelied ("Wer bist du, kühner Knabe")

Götterdämmerung (Auszug)
15. Wir sehen die Morgenröte wachsen um Siegfrieds und Brünnhildes Leidenschaft
16. Siegfrieds Rheinfahrt
17. Wie Hagen auf dem Stierhorn blasend seine Mannen herbeiruft ("Not ist da...")
18. Siegfried und die Rheintöchter
19. Seinen Tod, den Trauermarsch und schliesslich .....  
20. Der Götter Ende im Feuerschein (Opfertat und Erlösung)

Zum Dirigenten und zur CD:


Die Musik Richard Wagners spielt in der Biografie von Lorin Maazel eine wichtige Rolle: 1960 dirigierte er als erster Amerikaner erstmals in Bayreuth, und 1967 brachte er dort den gesamten Ring-Zyklus zur Aufführung. Mit des Meisters Enkel Wieland Wagner arbeitete Maazel häufig (nicht nur in Bayreuth) zusammen, und dieser war es, der ihn zuerst auf die umfassende eigenständige Aussagekraft der orchestralen Schicht in Wagners Opern aufmerksam machte. Bekanntlich ist in diesen Werken das Geschehen im Orchestergraben ein wesentlicher Träger der Handlung, indem die dichte Verflechtung des leitmotivischen Materials nicht nur am Erzählen der Handlung teilhat, sondern auch eigene Hinweise geben kann, die dem Hörer Handlungszusammenhänge erschließen.

Auf der vorliegenden, im Jahre 1988 produzierten CD präsentiert Lorin Maazel eine eigene Zusammenstellung orchestraler Passagen der vier Ringopern. Sein Projekt unterscheidet sich von anderen instrumentalen Ausschnitten aus Wagneropern, meist Ouvertüren oder "Isoldes Liebestod", dadurch, dass er sämtliche Ausschnitte zu einem durchgehenden Stück von fast siebzig Minuten Dauer verbindet. Es erklingen dabei nicht nur genuin orchestrale Passagen wie das Vorspiel zum Rheingold, die Schmiedeszene aus derselben Oper oder der Walkürenritt, sondern auch einige Abschnitte, die ursprünglich eine Gesangsstimme enthalten. Alles ist mehr oder weniger nahtlos miteinander verbunden, wobei Maazel nicht eine einzige Note selbst hinzugefügt, sondern nur Wagnersches Material verwendet hat. Im Booklet legt er Rechenschaft ab über die selbst gestellten Vorgaben beim Zusammensetzen der Ausschnitte.

Das Ergebnis ist eine reizvolle Reise durch die vier Opernabende, während der fast alle bekannten Motive des Werks anklingen. Dem Ring-Liebhaber bietet die CD eine unterhaltsame Reminiszenz an erlebte Opernabende; dem Wagner-Neuling ersetzt sie selbstverständlich nicht die Auseinandersetzung mit der zu Grunde liegenden Handlung, wenn auch eine von Maazel verfasste Synopsis im Booklet enthalten ist. Ein ausgesprochen positiver Effekt der Aufnahme ist, dass sie die Aufmerksamkeit des Hörers auf die Qualität des Wagnerschen Orchestersatzes lenkt. Die Berliner Philharmoniker spielen unter Maazels kompetenter Leitung solide und klanglich ausgewogen; störend sind allenfalls gelegentliche Unsauberkeiten vor allem bei den Blechbläsern. --Michael Wersin

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