Hitlers Frauen

ZDF - Dokumentation (BRD 2001)

u.a. Winifred Wagner - „die Muse“


Spieldauer ca. 270 min.

Format: Dolby, HiFi Sound, PAL
Sprache: Deutsch
Region: 2
FSK: ab 12 Jahre

UFA  2 DVDs
(5 Folgen auf 2 DVDs)

Regisseur:  Guido Knopp

Zum Inhalt der Filme:

Von der ersten Stunde an hatte Hitler Helferinnen. Während im Fadenkreuz der historischen Auseinandersetzung als Täter und Vollstrecker vor allem Männer standen, wurde den Frauen gemeinhin die Rolle von Mitläuferinnen zugebilligt. Doch abgesehen vom Fronteinsatz haben Frauen den Diktator oft in gleichem Maße unterstützt wie Männer. Sie haben genauso abgestimmt, mitgemacht, weggesehen und mitunter sogar lauter "Heil" gerufen. Und manchmal haben sie die Kraft gefunden, dem Verführer zu widerstehen.

"Eva Braun - Die Freundin"
"Der Führer hat kein Privatleben", heißt die Parole der NS-Propaganda. Um das inszenierte Trugbild des allem Irdischen entrückten Diktators nicht zu stören, musste seine Freundin geheim bleiben. Offiziell firmierte sie als Privatsekretärin und bezog Gehalt aus der Parteikasse. Erst angesichts der Niederlage heiratete Hitler Eva Braun im Führungsbunker.

"Magda Goebbels - Die Gefolgsfrau"
Magda Goebbels hat das Erscheinungsbild des NS-Regimes stärker geprägt als viele Funktionsträger. Da Hitler offiziell keine Frau an seiner Seite hatte, fiel der Gattin des Propagandaministers die Rolle der "Ersten Dame" zu. Umgeben von ihrer siebenköpfigen Kinderschar, verkörperte sie das Vorzeigemodell der nationalsozialistischen Mutter.

"Winifred Wagner - Die Muse"
1930 machten in Bayreuth Hochzeitsgerüchte die Runde: Die häufigen Besuche Hitlers in der Wagner-Villa "Wahnfried" ließen sich nicht mehr geheim halten. Hitler machte der verwitweten Schwiegertochter des Komponisten den Hof. Winifred Wagner war die erste prominente Frau, die dem herrischen Auftreten des Demagogen erlag.

"Zarah Leander - Die Sängerin"
Kein Star in Hitlers Reich hatte so viel Erfolg, so viel Ruhm, so hohe Gagen. Hitler schätzte Zarahs Unterhaltungswelt und die Devisen, die ihre Filme in die Kriegskasse brachten. Dem NS-Regime verdankte die Schwedin ihren Erfolg, und dafür gab sie der Durchhalte-Propaganda ihre Stimme.

"Marlene Dietrich - Die Gegnerin"
Kein anderer deutscher Filmstar wurde weltweit so vergöttert wie Marlene Dietrich - und kein deutscher Weltstar in der eigenen Heimat so geschmäht. Ihr erster Lieblingsregisseur war Jude, ihre Rollen standen im Gegensatz zum NS-Frauenideal. Dennoch ließ ihr Hitler immer wieder lockende Angebote übermitteln: Sie solle endlich ihre "historische Rolle als Anführerin der deutschen Filmindustrie" übernehmen.

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