DVD Richard Wagner und die Frauen


Richard Wagner und die Frauen  (2005)

Ein Film von Andreas Morell

ICEStorm 1 DVD
 
Laufzeit insgesamt: 148 min
Bonusmaterial: 96 min.

Bildformat: 16:9
Tonformat: Dolby digital 2.0
Fernsehformat: PAL
Regionalcode: 2

Bonusmaterial:
Zusätzlich zum Hauptfilm bietet die DVD umfangreiches Bonusmaterial mit weiterführenden Informationen zu Richard Wagner und dem Einfluss der Frauen auf sein Werk und sein Vermächtnis.
 
Villa Wahnfried - Eine Entdeckungsreise - Museumsdirektor Dr. Sven Friedrich führt durch die Villa Wahnfried und das Wagner-Museum. Im Keller der Villa befinden sich die nicht öffentlich zugänglichen Teile der Sammlung.
 

Die Wagner Gruft - Ein Bericht über die Graböffnung
Ein einziges Mal wurde das Grabmal Richard Wagners seit seiner Bestattung geöffnet. Die Grabplatte musste gereinigt und versiegelt werden. Dr. Sven Friedrich erzählt die Geschichte dieser Graböffnung.
"Im Jahr 2002 haben wir das erste mal seit der Beisetzung Richard Wagners das Grab geöffnet. Wir haben die Grabplatte abgehoben von dieser Gruft, die sich darunter verbirgt. Übrigens ein sehr mystischer Moment. Es war ja Frühherbst, 7.Oktober, eigentlich ein trüber Tag. Und ich erinnere mich noch, dass plötzlich durch die Baumkrone ein Sonnenstrahl fiel. Und dieser Strahl fiel genau auf die Füße des Kruzifixes auf dem Sarkophag von Wagner." 

Brigitte Hamann, Expertin Winifred Wagner, berichtet über Winifreds Aufstieg zur Festspielleiterin, ihre Freundschaft zu Adolf Hitler und die Wagner-Rezeption im dritten Reich.
"Winifred war Hitlers Freundin, sie war seine Vertraute und sie hat ihn schon sehr früh kennen gelernt. Es war eine alte Bindung gewesen und auf die war sie stolz. Hitler war ihr Freund. Die Partei war immer so etwas, was sie nicht sehr geschätzt hat. Sie war ja ständig in Streit mit den Parteileuten."

Roswitha Klaiber, Schriftpsychologin, zeichnet anhand von Schriftanalysen ein Bild des Charakters Richard Wagners und der Frauen.
"Minna hat ein sehr einfaches Persönlichkeitsniveau gehabt und wurde immer mehr zur Negativfigur für Wagner. Und sie hat sich natürlich gewehrt mit diesen Briefen und hatte eigentlich schon ein bisschen etwas destruktives. Und das sieht man auch an der Schrift, die sehr linear und sehr dünn ist, also eine sehr unentwickelte Schrift. Sie konnte sicher in keiner Weise irgendwo mal was reflektieren, sondern hat einfach ganz unmittelbar negativ reagiert."

Katharina Wagner, Urenkelin R. Wagners, spricht über ihre Kindheit in Bayreuth, über ihre Vorfahren Cosima und Winifred Wagner und über aktuelle Fragen der Festspielleitung.
"Es war auch nie so, dass es hieß, Kind, du musst dich jetzt unbedingt mit Wagner beschäftigen oder du musst jetzt dieses und jenes studieren. Meine Eltern haben mich zu einer großen Selbständigkeit erzogen in jeder Beziehung. Wenn ich etwas tat, womit sie nicht einverstanden waren, haben sie ihren Kommentar dazu abgegeben. Und wenn ich unbedingt das Gegenteil machen wollte, bin ich halt auf die Nase gefallen. Und dadurch wird man sehr schnell selbständig."

Dr. Sven Friedrich, Direktor Richard-Wagner-Museum, liefert fundierte Einblicke in Wagners Leben, den Einfluss der Frauen auf sein Werk sowie in das Bayreuth der Hitlerzeit.
"Wagner trachtet immer nach dem, was er das Weib der Zukunft nennt. Also eine Frau, die stark genug ist, den Mann zu erlösen. Darum geht es ja immer bei Wagner: Die Frauen sind die, die erlösen. Und der Mann ist der, der erlöst werden muss. Und da ist natürlich schon ein Zusammenhang zwischen Biographie und Werk zu sehen."

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