Die Handlung in Rienzi, der Letzte der Tribunen von Richard Wagner

Handlung:

Ort der Handlung:
Rom, Mitte des 14. Jahrhunderts.

Erster Akt:
Nachts versuchen Anhänger des Paolo Orsini in das Haus Rienzis einzusteigen, um dessen Schwester Irene zu entführen. Ihre Hilferufe bewirken, dass Adriano Colonna, Irenes Geliebter, mit seinen Anhängern auftritt, um die Tat zu verhindern. Es kommt zum Kampf zwischen den verfeindeten Familien, den auch der Päpstliche Legat Raimondo nicht schlichten kann. Erst Rienzi vermag die Streitenden zur Ruhe zu mahnen und dem Volk Freiheit vom Joch der Adligen zu verheißen. Adriano ist über die Übergriffe seiner eigenen Familienangehörigen empört und erklärt seine Zustimmung zu Rienzis Plänen. Außerdem gesteht er seine Liebe zu Irene (Duett "Er geht und lässt dich meinem Schutz"). In den Morgenstunden tritt Rienzi in vollem Ornat mit dem Päpstlichen Legaten vor das versammelte Volk, verspricht ihm Bürgerfreiheit und lehnt es ab, sich zum König krönen zu lassen; er will ein Volkstribun sein ("Erstehe, hohe Roma, neu"). Das Volk jubelt ihm zu.

Zweiter Akt:
Nach dem Sieg über die Adligen zieht Rienzi im Kapitol ein. Die Orsini und Colonna haben ihm gezwungenermaßen den Treueschwur leisten müssen; nun lädt er sie zu einem Siegesfest ein. Sie beschließen, ihn während des Fests zu ermorden; Adriano aber hat den Plan belauscht und kann den Tribunen warnen. Orsinis Dolchstoß prallt an seinem unter dem Festgewand getragenen Panzerhemd ab; sogleich tritt ein Gericht zusammen und verurteilt alle Verschwörer zum Tode. Adriano und Irene bitten um das Leben der Verurteilten; Rienzi begnadigt sie.

Dritter Akt:
Wieder sammeln die Adligen eine Armee, um Rienzi zu vernichten; die Sturmglocke alarmiert das Volk. Rienzi schwört, kein zweites Mal Gnade ergehen zu lassen. Adriano gerät in schweren Zwiespalt; er steht zwischen seinem Vater und der Familie seiner Geliebten (Arie "Gerechter Gott, so ist's entschieden schon
In seiner Blüte bleicht mein Leben"). Adriano kann Rienzi nicht hindern, selbst gegen das Heer des Adels in den Kampf zu ziehen. Die Schlachthymne ertönt ("Santo spirito cavaliere"), der blutige Kampf beginnt. Rienzi gelingt es, den Feind zu vernichten. Als die Leiche Colonnas herbeigetragen wird, schwört Adriano Rienzi angesichts seines toten Vaters Rache.

Vierter Akt:
Adriano vermag römische Bürger, unter ihnen Baroncelli und Cecco del Vecchio, gegen Rienzi aufzuwiegeln. Dieser hat sich mittlerweile durch sein anmaßendes Auftreten mit dem Kaiser und dem Papst verfeindet; als er zum Tedeum in die Kirche gehen will, tritt ihm der Päpstliche Legat mit dem Bannfluch entgegen. Alle fliehen vor dem Verfemten; nur Irene hält noch zu ihrem Bruder; sie lehnt Adrianos Ansinnen ab, mit ihm zu flüchten.

Fünfter Akt:
In einer Halle des Kapitols fleht Rienzi inbrünstig zu Gott, das von ihm begonnene Werk nicht zu vernichten. Irene ist bei ihm geblieben; seiner Aufforderung, sich zu retten, will sie nicht folgen; sogar von Adriano sagt sie sich los. Dieser verlässt sie verzweifelt, während der Kriegslärm immer stärker wird und man schon Flammen lodern sieht. Auf einem Balkon des Kapitols erscheint Rienzi, um sich vor dem Volk zu rechtfertigen. Doch der Pöbel will seinen Tod und wirft Feuerbrände und Steine nach ihm. Adriano will die Geliebte aus dem brennenden Kapitol retten, wird aber zusammen mit Rienzi und Irene unter den Trümmern des einstürzenden Palasts begraben.

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